Der Urlaub ist vorbei und ich habe meinen ersten 80-Kilometer-Ride erfolgreich absolviert. Dabei konnte ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln – insbesondere beim Thema Verpflegung. Den berüchtigten Hungerast habe ich am eigenen Leib erlebt. Eine Erfahrung, auf die ich in Zukunft definitiv verzichten kann. Seitdem weiß ich, wie wichtig eine rechtzeitige und ausreichende Energiezufuhr auf längeren Ausfahrten ist.
Eine Herausforderung begleitet mich allerdings weiterhin: Bereits nach etwa zehn Kilometern schläft mein linker Fuß ein. Das Merkwürdige daran ist, dass sich das Problem meist sofort beheben lässt, wenn ich den Fuß für einen kurzen Moment aus dem Pedal ausklicke. Auch kleinere Anpassungen an meiner Sitzposition haben bislang leider noch nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Hier werde ich weiter nach der Ursache suchen.
Ende August wartet dann mein erstes Gravelrennen auf mich. Ursprünglich wollte ich die 60-Kilometer-Distanz in Angriff nehmen. Nach einer genaueren Betrachtung des Streckenprofils und einer ehrlichen Einschätzung meines aktuellen Leistungsstands habe ich mich jedoch bewusst für die 30-Kilometer-Strecke entschieden. Für mich steht nicht die Platzierung im Vordergrund, sondern das Erlebnis. Mein Ziel ist es, das Rennen erfolgreich zu beenden. Mit einer Zielzeit von etwa 1 Stunde und 30 Minuten wäre ich mehr als zufrieden.
Zum Glück habe ich direkt vor meiner Haustür ideale Trainingsbedingungen. Eine 17 Kilometer lange Rundstrecke mit rund 180 Höhenmetern pro Runde bietet alles, was ich für die Vorbereitung brauche. Zwei Runden bilden inzwischen die Grundlage meiner Trainingseinheiten und helfen mir dabei, Ausdauer, Kraft und Fahrtechnik kontinuierlich zu verbessern.
In den kommenden Wochen liegt mein Fokus darauf, das Training weiter zu intensivieren, die Energieversorgung während der Fahrt zu optimieren und die letzten Probleme mit meinem linken Fuß in den Griff zu bekommen. Die Vorfreude auf mein erstes Gravelrennen ist auf jeden Fall riesig – und ich bin gespannt, welche Erfahrungen mich dort erwarten.